
Lüftungskonzept · DIN 1946-6 · Wohngebäude
Dichte Hülle, feuchte Wände? Lüftungskonzept nach DIN 1946-6
BBP Engineering ist ein Ingenieurbüro in Gräfelfing bei München und erstellt das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 für Ein- und Mehrfamilienhäuser bei Fenstertausch, Heizungstausch, Sanierung und Neubau. Wir prüfen den Feuchteschutz, berechnen die Luftmengen und liefern ein prüffähiges Konzept.
BBP ENGINEERING · INGENIEURBÜRO IN GRÄFELFING BEI MÜNCHEN
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UNSER VORGEHEN
Vom Feuchteschutz zur passenden Luftführung
Wir prüfen Nutzungseinheiten, Gebäudehülle und vorhandene Lüftungswege.
01
Feuchteschutz
Prüfen, ob die natürliche Infiltration ausreicht.

02
Luftmengen
Erforderliche Luftvolumenströme nachvollziehbar ermitteln.

03
Systemprinzip
Geeignete Maßnahmen und weiteren Planungsbedarf beschreiben.

TECHNIK IM BLICK
Luftwechsel und Gebäudehülle aufeinander abstimmen
Ein Lüftungskonzept klärt den erforderlichen Luftwechsel. Geräteauswahl, Schallschutz, Leitungsführung und Ausführungsdetails können eine weitergehende Planung erfordern. Ansprechpartner bei BBP in Gräfelfing bei München: Dmitri Berdnikow, M.Eng.

Raummodell für die Planung

Gebäude und technische Schnittstellen
Welche Unterlagen und Ergebnisse erhalten Sie?
• Dokumentierte Prüfung der Lüftungsanforderungen
• Vereinbartes Konzept und nachvollziehbare Berechnungsgrundlagen
• Benennung des weiteren Planungsbedarfs
Die genaue Bearbeitungstiefe wird vor der Beauftragung festgelegt. Für die erste Anfrage genügen Name und E-Mail; vorhandene Unterlagen stimmen wir anschließend mit Ihnen ab.
FENSTERTAUSCH
Fenstertausch: warum dichte Fenster ein Konzept auslösen
Alte Fenster mit undichten Falzen haben das Gebäude über Jahrzehnte nebenbei belüftet, unkontrolliert, aber wirksam. Neue Fenster schließen dicht. Die Feuchte aus Duschen, Kochen und Atmen, die vorher durch die Fugen ging, bleibt jetzt im Raum, bis jemand sie bewusst nach draußen bringt. Schimmel an der Fensterlaibung im ersten Winter nach dem Tausch folgt deshalb meist aus der Physik eines dichteren Hauses.
Was DIN 1946-6 beim Fenstertausch verlangt
Die Norm setzt für die Modernisierung eine klare Schwelle: Werden mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht, ist ein Lüftungskonzept zu erstellen. Im Einfamilienhaus gilt das auch, wenn mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet wird. Die Kernfrage lautet, ob die Lüftung zum Feuchteschutz ohne Zutun der Bewohner gesichert ist. Fensterlüften zählt dabei nicht, weil es vom Nutzer abhängt.
Das Konzept stellt die Infiltration der Gebäudehülle dem erforderlichen Außenluftvolumenstrom je Nutzungseinheit gegenüber. Reicht die Infiltration nicht, ist eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich: von Außenwandluftdurchlässen und Fensterfalzlüftern über Abluftanlagen bis zu dezentralen oder zentralen Geräten mit Wärmerückgewinnung. Welche Stufe das eigene Gebäude braucht, ergibt sich aus Fläche, Höhe, Dichtheit und Windlage, nicht aus dem Baujahr.
Warum das Konzept vor der Fensterbestellung gehört
Fensterfalzlüfter werden im Rahmen integriert, Außenwandluftdurchlässe brauchen einen Wanddurchbruch neben dem Fenster. Beides lässt sich mit der Fensterbestellung mitplanen und in einem Arbeitsgang einbauen. Nach dem Einbau ist jede dieser Lösungen ein zweiter Auftrag mit eigener Baustelle. Fensterbaubetriebe fragen deshalb zunehmend vor der Ausführung nach dem Konzept.
Beim geförderten Fenstertausch (BEG Einzelmaßnahme) verlangen die Technischen FAQ die Prüfung lüftungstechnischer Maßnahmen. Die Fachplanung und Baubegleitung wird nach Stand Juli 2026 mit 50 Prozent gefördert; ob das Lüftungskonzept zu den förderfähigen Kosten zählt, klären wir vor dem Antrag. Auf der Seite Fachplanung und Baubegleitung steht, was sonst noch dazugehört.
So sieht ein fertiges Lüftungskonzept aus
Ein Konzept nach DIN 1946-6 ist ein prüffähiges Dokument von überschaubarem Umfang: Nutzungseinheiten, Flächen und Volumen, Infiltrationsberechnung, erforderliche Luftvolumenströme je Stufe, Ergebnis der Feuchteschutzprüfung, gewählte Maßnahme mit Begründung und Hinweise auf weiteren Planungsbedarf. Wir senden Ihnen ein anonymisiertes Beispiel als PDF. Name und E-Mail genügen, im Anliegen „Beispiel Lüftungskonzept“ eintragen.
PFLICHT UND AUSLÖSER
Wann ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 Pflicht?
DIN 1946-6 in der Ausgabe Dezember 2019 verlangt ein Lüftungskonzept für neu zu errichtende Wohngebäude und für Modernisierungen mit lüftungstechnisch relevanten Änderungen. Als Beispiele nennt der zuständige DIN-Normenausschuss den Fensteraustausch, die Dachabdichtung und den Einbau von Lüftungssystemen. Weniger bekannt ist, dass nach seiner Auslegung auch der Ausbau raumluftabhängiger Feuerstätten im Bestand dieses Kriterium erfüllt.
Im Mehrfamilienhaus betrifft das vor allem den Heizungstausch. Eine raumluftabhängige Gastherme bezieht ihre Verbrennungsluft aus der Wohnung und führt die Abgase über den Schornstein ab. Wird sie durch Fernwärme oder eine Wärmepumpe ersetzt, fällt dieser Luftweg weg, und die Wohnung ist dichter als vorher. Das Lüftungskonzept gehört deshalb in die Planung des Heizungstauschs im Mehrfamilienhaus, auch wenn kein einziges Fenster getauscht wird.
Für den Fenstertausch gilt die Drittel-Regel der Norm. Im Mehrfamilienhaus wird dabei nach der Darstellung in der Fachpresse die einzelne Wohneinheit betrachtet. Tauscht eine Eigentümergemeinschaft die Fenster schrittweise, kann die Schwelle also in einzelnen Wohnungen überschritten sein, bevor das ganze Haus betroffen ist.
Die Norm ist eine technische Regel und kein Gesetz. Ob sie im Einzelfall vertraglich geschuldet ist, beantwortet ein Anwalt. Wir ordnen die technische Seite ein: welcher Eingriff vorliegt und welche Prüfung er auslöst.
LÜFTUNGSSTUFEN
Welche Lüftungsstufen prüft das Lüftungskonzept?
DIN 1946-6 unterscheidet vier Lüftungsstufen. Sie beschreiben, wie viel Außenluft eine Wohnung in welcher Situation braucht und wer für diese Luft sorgen muss.
Lüftung zum Feuchteschutz (FL)
Wofür sie steht: Schutz der Bausubstanz vor Feuchteschäden, auch wenn niemand zu Hause ist
Wer dafür sorgt: dauerhaft und nutzerunabhängig: Infiltration der Hülle oder lüftungstechnische Maßnahme
Reduzierte Lüftung (RL)
Wofür sie steht: gesundheitliche Mindestanforderungen und Bautenschutz bei reduzierter Anwesenheit
Wer dafür sorgt: muss jederzeit gewährleistet sein
Nennlüftung (NL)
Wofür sie steht: Normalbetrieb bei Anwesenheit aller Nutzer
Wer dafür sorgt: Bewohner können mitwirken, etwa durch Stoßlüften; ventilatorgestützte Systeme werden mindestens auf diese Stufe ausgelegt
Intensivlüftung (IL)
Wofür sie steht: zeitweiser Abbau von Lastspitzen, etwa beim Kochen oder Duschen
Wer dafür sorgt: zeitweise erhöhter Luftvolumenstrom über Anlage oder Fenster
Für die Frage, ob eine Maßnahme nötig ist, zählt die erste Stufe. Die übrigen bestimmen, wie eine Anlage auszulegen ist, wenn das Konzept eine verlangt. Bedarfsgeführte ventilatorgestützte Systeme müssen nach DIN 1946-6:2019 im Betrieb den Bereich zwischen Feuchteschutz und Nennlüftung abdecken.
PRÜFERGEBNIS
Lüftungstechnische Maßnahme ja oder nein: was am Ende im Konzept steht
Das Konzept läuft auf eine Prüfgröße hinaus. Es vergleicht den Luftvolumenstrom, den die Gebäudehülle über ihre Undichtheiten liefert (Infiltration), mit dem Volumenstrom, den die Nutzungseinheit für den Feuchteschutz braucht. In die Infiltration gehen das Luftvolumen der Wohnung, die Dichtheit der Hülle, die Geschossigkeit und die Windlage ein. Der Bedarf für den Feuchteschutz hängt zusätzlich vom Wärmeschutz des Gebäudes ab.
Liegt die Infiltration unter dem Bedarf, ist eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich. Das Konzept beschreibt dann das passende Systemprinzip, von Fensterfalzlüftern bis zur Anlage mit Wärmerückgewinnung, und benennt den weiteren Planungsbedarf. Auslegung, Geräte und Kanalnetz folgen in der Lüftungsplanung.
Reicht die Infiltration aus, ist für den Feuchteschutz keine Maßnahme nötig. Auch dieses Ergebnis halten wir schriftlich fest, mit Rechenweg und Annahmen. Für Nennlüftung und Intensivlüftung dürfen die Bewohner dann über das Fenster mitwirken. Treten später Feuchteschäden auf, zeigt das dokumentierte Nein, dass geprüft wurde und mit welchen Annahmen.
WOHNANLAGE UND WEG
Wann gehört das Lüftungskonzept in einer Wohnanlage auf den Tisch?
In größeren Wohnanlagen entsteht die Lücke meist zwischen zwei Gewerken. Die Fenster werden geplant, ausgeschrieben und vergeben, und die Lüftung gilt als Folgefrage. Kommt das Konzept erst nach dem Vertrag, müssen Lüftungselemente nachträglich beauftragt und eingebaut werden.
So lag der Fall in einer Wohnanlage mit 46 Wohnungen. Der Fenstertausch war geplant, ausgeschrieben und ausgewertet, ein Lüftungskonzept fehlte. Die Lücke wurde vor Vertragsabschluss erkannt, und Planung und Angebot wurden um Lüftungselemente ergänzt. Nach Vertragsabschluss wäre daraus ein Nachtrag geworden, mit eigenem Preis und eigener Baustelle.
Für Eigentümergemeinschaften folgt daraus eine Reihenfolge: das Konzept vor dem Vergabebeschluss, Fenster und Lüftung im selben Beschluss. Wiederkehrende Wohnungstypen mit vergleichbarer Lage und Hülle lassen sich zusammenfassen, das begrenzt den Aufwand. Wie wir den Beschluss vorbereiten, beschreibt die Energieberatung für Eigentümergemeinschaften. Ist der Tausch schon erfolgt und zeigt sich Feuchte an den Laibungen, hilft der Beitrag Lüftungskonzept nach dem Fenstertausch: Ursachen von Schimmel klären.
FÖRDERUNG
Was verlangt die BEG beim geförderten Fenstertausch?
Bei geförderten Einzelmaßnahmen, die die Luftdichtheit erhöhen, verlangen die Technischen FAQ der BEG EM, die Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen zur Vermeidung von Tauwasser und Schimmel zu prüfen, zum Beispiel nach DIN 1946-6. Dazu kommen die Konstruktionsprinzipien für luftdichte Anschlüsse nach DIN 4108-7, die vor dem Einbau festzulegen und zu dokumentieren sind.
Die Fachplanung und Baubegleitung durch einen Energieeffizienz-Experten wird nach Stand Juli 2026 mit 50 Prozent gefördert. Ob das Lüftungskonzept im Einzelfall zu den förderfähigen Kosten zählt, klären wir vor dem Antrag. Was die Begleitung sonst umfasst, steht auf der Seite Fachplanung und Baubegleitung für BEG-Maßnahmen.
Quellen: DIN 1946-6:2019-12; DIN, Normenausschuss Heiz- und Raumlufttechnik, FAQs zur DIN 1946-6 (Abschnitte 4.1 und 8.2.1); T. Fiedel, „Lüftungskonzept“, IKZ-Haustechnik 10/2022, S. 40 bis 42; BAFA, Liste der technischen FAQ BEG EM; co2online, BEG-Übersicht, Stand 21.07.2026. Stand: Oktober 2026. Fachliche Einordnung, keine Rechtsberatung.
KOSTEN UND UMFANG
Was kostet ein Lüftungskonzept?
Anzahl und Gleichartigkeit der Nutzungseinheiten, Gebäudeunterlagen und Systemvarianten bestimmen den Aufwand. Konzept und detaillierte Lüftungsplanung werden im Angebot getrennt ausgewiesen.
Drei kurze Angaben helfen bei der ersten Einordnung. Sie können auch direkt anfragen.
Die Angaben dienen der ersten Einordnung und ersetzen kein individuelles Angebot.
ZUSAMMENARBEIT
So läuft die Zusammenarbeit ab
01
Gebäude aufnehmen
Pläne, Nutzungseinheiten und Sanierungsumfang klären.
02
Luftwechsel prüfen
Feuchteschutz und erforderliche Luftmengen ermitteln.
03
Maßnahmen einordnen
Freie oder ventilatorgestützte Lösungen betrachten.
04
Ergebnis übergeben
Konzept und die weiteren Planungsschritte erläutern.
Geräteauswahl, Kanalnetz, Schall-, Brand- und Ausführungsplanung gehören nur bei ausdrücklicher Beauftragung zum Umfang.
GUT VORBEREITET
Häufige Fragen
Normeinordnung, geprüft 13.09.2026: DIN – FAQ zur DIN 1946-6.
Wann ist ein Lüftungskonzept sinnvoll?
Bei Wohnungsneubau und bei Sanierungen, die die Luftdichtheit verändern. Ob das konkrete Vorhaben ein Konzept erfordert, wird anhand der Maßnahmen und Gebäudeangaben geprüft.
Reicht regelmäßiges Fensterlüften?
Für den Feuchteschutz ist eine nutzerunabhängige Lösung zu beurteilen. Ob die natürliche Infiltration genügt oder zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, zeigt die Berechnung.
Bedeutet das automatisch eine zentrale Lüftungsanlage?
Nein. Das Konzept prüft die Situation und geeignete Systemprinzipien. Eine zentrale Anlage ist nicht die einzige mögliche Lösung.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Grundrisse, Flächen, Nutzungseinheiten, Angaben zur Gebäudehülle und zu vorhandenen oder geplanten Lüftungssystemen. Fenster- und Dachmaßnahmen sollten beschrieben sein.
Ist das Konzept bereits die Ausführungsplanung?
Nein. Es bildet die Grundlage. Geräte, Leitungswege, Druckverluste und Detailnachweise werden in einer gesondert vereinbarten Planung bearbeitet.
Verhindert das Konzept sicher Schimmel?
Eine solche Garantie wäre nicht belastbar. Feuchteschutz hängt auch von Bauzustand, Wärmebrücken, Ausführung und Nutzung ab. Das Konzept bewertet den lüftungstechnischen Anteil.
Ist mit dem Lüftungskonzept bereits ein bestimmtes Gerät festgelegt?
Nicht zwangsläufig. Zunächst werden die Anforderungen geprüft. Die Auswahl und Auslegung einer konkreten Anlage hängen von Gebäude, Nutzung und vereinbartem Planungsumfang ab.
Welche Angaben beeinflussen die Kosten eines Lüftungskonzepts?
Nutzungseinheiten, Grundrisse, Gebäudedaten und Sanierungsumfang. Ein Konzept für wiederkehrende Wohnungstypen ist anders abzugrenzen als eine detaillierte Anlagenplanung.
Welche Unterlagen sollte ich für den Fenstertausch bereithalten?
Grundrisse, Angaben zur Gebäudehülle, bestehende Lüftung und der geplante Umfang des Fenstertauschs. Damit lässt sich der erforderliche Prüfungsumfang einordnen.
Muss ich nach einem Fenstertausch ein Lüftungskonzept erstellen lassen?
In der Regel ja, wenn mehr als ein Drittel der Fenster getauscht wird; im Mehrfamilienhaus wird dabei die einzelne Wohneinheit betrachtet. DIN 1946-6 ist eine technische Regel und kein Gesetz, ausführende Betriebe fragen das Konzept zunehmend vor der Ausführung ab. Ursachen und Folgen beschreibt der Beitrag zum Lüftungskonzept nach dem Fenstertausch (/lueftungskonzept-fenstertausch/).
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