Das kann reichen. Ob es in Ihrem Haus reicht, entscheidet aber der ungünstigste Raum. Deshalb wird die Heizlast für eine Wärmepumpe Raum für Raum gerechnet: aus Wänden, Fenstern, U-Werten und Temperaturen, nicht aus Wohnfläche mal Pauschalwert. Aus der Ferne lässt sich die Größenordnung über den Verbrauch der letzten drei Jahre abschätzen; die Auslegung selbst braucht die Rechnung an Ihrem Gebäude.
Das Haus ist aus den Siebzigern, die Außenwände sind nicht gedämmt, in jedem Zimmer hängt ein ganz normaler Heizkörper. Der Kessel im Keller ist in die Jahre gekommen, und die Frage liegt auf dem Tisch: Geht das mit einer Wärmepumpe, oder müssen erst Fassade, Fenster und Heizkörper neu? Die Antwort steht in keiner Faustregel. Sie steht in der Heizlastberechnung für die Wärmepumpe, und zwar in ihrer raumweisen Form.
Dieser Text erklärt, warum das so ist, wie groß eine Wärmepumpe im Altbau sein darf und woran Sie erkennen, ob in Ihrem Fall tatsächlich gerechnet wurde. Wenn Sie bereits ein Angebot vorliegen haben und dessen Kilowattzahl einordnen wollen, finden Sie die Prüfkriterien im Beitrag Heizlast im Angebot: Warum ein Tabellenwert Ihr Gebäude nicht abbilden kann. Hier geht es um den Schritt davor: die Auslegung.
Wärmepumpe im Altbau nicht gedämmt: Geht das überhaupt?
„Gedämmt oder nicht“ ist die falsche Messlatte. Eine Wärmepumpe arbeitet dann wirtschaftlich, wenn sie das Heizwasser nicht allzu stark erwärmen muss. Ein alter Öl- oder Gaskessel liefert im Winter häufig 65 bis 70 °C Wassertemperatur im Zulauf der Heizkörper (Vorlauftemperatur). Eine Wärmepumpe sollte mit 55 °C oder weniger auskommen; moderne Geräte arbeiten bei 50 °C noch effizient. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Strom braucht sie für dieselbe Wärme.
Ein Heizkörper gibt bei 50 °C aber deutlich weniger Wärme ab als bei 70 °C. Ob das reicht, hängt davon ab, wie viel Wärme der einzelne Raum am kalten Tag verliert, also von seiner Raumheizlast. Im Wohnzimmer mit großem Heizkörper ist oft Luft nach oben. Im Eckzimmer mit zwei Außenwänden und großen Fenstern womöglich nicht.
Über die Wärmepumpe entscheidet der Raum mit dem knappsten Heizkörper.
Dämmung verändert die Rechnung, nicht das Prinzip. Sie senkt die Heizlast, und derselbe Heizkörper reicht dann bei niedrigerer Temperatur. Wer in den nächsten Jahren ohnehin Fenster oder Dach erneuern will, sollte das in die Auslegung einbeziehen. Sonst ist die Wärmepumpe von heute für das Haus von morgen zu groß.
Wie weit zwei Räume auseinanderliegen können, zeigt ein Wohnhaus, Baujahr um 1981. Im Obergeschoss lag ein Eckzimmer mit großen Fensterflächen, Balkonvorsprung und verwinkeltem Grundriss, also viel Fläche, über die Wärme verloren geht. Der Nachbarraum war ähnlich groß, hatte aber eine geschlossene Wand und nur ein Fenster an der Stirnseite. Beim Tausch wurde im Eckraum ohne raumweise Berechnung ein kleinerer Heizkörper eingebaut als vorher. Das Zimmer wurde nicht mehr warm, Aufdrehen half nicht, am Ende musste wieder ein größerer Heizkörper hinein.
Zwei gleich große Räume, zwei völlig unterschiedliche Heizlasten. Was das für die Einstellung der Heizung bedeutet, beschreibe ich im Beitrag Hydraulischer Abgleich: Kosten, Pflicht und Verfahren B.
Heizlastberechnung für die Wärmepumpe: was „raumweise“ wirklich heißt
Die Heizlast wird nach DIN EN 12831-1 und ihrer deutschen Ergänzung DIN/TS 12831-1 berechnet. Die Norm rechnet für jeden beheizten Raum aus, wie viel Wärme er am Auslegungstag verliert: über jede Außenwand, jedes Fenster, Dach und Boden und über jede Innenwand zu einem kühleren Nachbarraum. Dazu kommen die Verluste durch Lüftung. Jedes Bauteil geht mit seiner Fläche und seinem Wärmedurchgang (U-Wert) ein, jeder Raum mit seiner Solltemperatur.
Es gibt eine Methode, die ähnlich aussieht und manchmal ebenfalls „raumweise Heizlastberechnung“ genannt wird: Raum für Raum die Fläche mal einen Pauschalwert, etwa 50 Watt je Quadratmeter. Tatsächlich ist das eine Schätzung, die auf mehrere Zeilen verteilt wurde.
Wie weit die Wirklichkeit davon abweicht, zeigen typische Werte. Ein Wohnzimmer liegt bei rund 30 bis 50 W/m², in modernen Häusern darunter. Ein kleines Bad mit Fenster und 24 °C Solltemperatur kommt auf knapp 100 W/m², auch deshalb, weil es über ungedämmte Innenwände Wärme an kühlere Nachbarräume abgibt. Ein Pauschalwert liegt im Wohnzimmer zu hoch und im Bad zu niedrig.
Im Bad wird es mit einer Wärmepumpe deshalb zuerst eng.
Für Sie als Eigentümer gibt es eine einfache Prüffrage:
Stehen für jeden Raum Wände, Fenster, U-Werte und Temperaturen im Papier? Wenn dort nur Fläche mal Watt steht, ist es eine Schätzung.
Der alte Kessel hatte 25 kW: Braucht die Wärmepumpe auch 25 kW?
Nein. Die Leistung des alten Kessels ist die schlechteste Messlatte, die es gibt. Kessel älterer Baujahre wurden großzügig bemessen, weil Brennstoff billig war und ein zu großer Kessel wenig Nachteile hatte. Bei einer Wärmepumpe ist das anders, dazu weiter unten mehr.
Wie groß der Unterschied zwischen den Methoden ausfällt, zeigt ein Rechenbeispiel aus meinem Skript zur Wärmepumpenplanung: ein freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1972, 150 m² Wohnfläche, vier Personen, eine 25 Jahre alte Ölheizung, Verbrauch 3.000 Liter im Jahr.
| Methode | Rechenweg | Ergebnis |
|---|---|---|
| Fläche × Faustwert | 150 m² × 150 W/m² | 22,5 kW |
| Verbrauchsmethode | 3.000 l × 10 kWh/l × 0,7 ÷ 2.100 h | 10 kW |
| Normrechnung | raumweise nach DIN/TS 12831-1 | rund 9,5 kW |
Die Flächenmethode liegt mehr als doppelt so hoch wie die Norm. Die Verbrauchsmethode trifft sie fast. Sie setzt den Energieinhalt des verbrauchten Öls an, zieht mit dem Faktor 0,7 einen Abschlag ab und teilt durch die Stunden, in denen die Heizung rechnerisch unter Volllast läuft.
Für die Vorplanung ist die Verbrauchsmethode deshalb meine erste Wahl. Sie beruht auf dem, was das Haus tatsächlich gebraucht hat, nicht auf Annahmen über unbekannte Wandaufbauten, und sie deckt sich in meinen Projekten meist gut mit der späteren Normrechnung. Für die Auslegung selbst rechne ich immer nach Norm. Die älteren Diagramm- und Tabellenverfahren sind für die Bemessung nicht mehr vorgesehen.
„Ihr Verbrauch der letzten drei Jahre verrät mehr über die richtige Wärmepumpe als die Leistung Ihres alten Kessels.“
Warum die Wärmepumpe kleiner sein darf als die berechnete Heizlast
Das klingt zunächst widersprüchlich: erst genau rechnen, dann bewusst darunter bleiben. Es hat zwei Gründe.
Erstens enthält die Normheizlast eine Reserve. Die Norm rechnet ohne die Wärme, die Bewohner, Geräte und Sonne ins Haus bringen. Diese inneren und solaren Gewinne werden nicht angerechnet. Außerdem legt sie eine Außentemperatur zugrunde (Norm-Außentemperatur). Sie beschreibt das tiefste Zweitagesmittel, das statistisch etwa alle zwei Jahre erreicht wird. Der Wert ist in der DIN/TS 12831-1 postleitzahlgenau festgelegt. Nach meiner Erfahrung ergibt sich daraus eine Reserve von rund 20 %.
Zweitens läuft eine Wärmepumpe fast das ganze Jahr in Teillast. Die Tage nahe der Norm-Außentemperatur sind wenige. Den größten Teil der Heizperiode ist es deutlich wärmer, und das Haus braucht nur einen Bruchteil der Auslegungsleistung.
„Die Wärmepumpe wird auf das Jahr ausgelegt, nicht auf die kälteste Nacht.“
Wie ich eine Wärmepumpe auslege
Ich lege die Wärmepumpe bewusst unter der Normheizlast aus, mit einem Erfahrungsfaktor von etwa 0,8. Sie deckt den Wärmebedarf allein bis zu einer Außentemperatur von etwa −7 bis −2 °C. Ab diesem Punkt hilft eine zweite Wärmequelle mit (Bivalenzpunkt). In den wenigen Stunden darunter springt eine elektrische Zusatzheizung (Heizstab) ein, grob bis zu 100 bis 150 Stunden im Jahr. Den fachlichen Rahmen für diese Planung setzt die Richtlinie VDI 4645 für Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern.
Ein typisches Bild aus meiner Praxis: Im Keller steht ein Öl- oder Gaskessel mit 15 bis 20 kW. Die raumweise Rechnung ergibt 8 kW Heizlast. Meine Empfehlung liegt bei einer Wärmepumpe mit rund 6 kW. Wird ohne Rechnung ausgelegt, sehe ich in solchen Häusern oft 12 kW, also doppelt so viel.
Das hat Folgen für den Betrieb. Jede Wärmepumpe hat eine Mindestleistung, unter die sie nicht herunterregeln kann. Liegt der Bedarf des Hauses darunter, erreicht sie die Solltemperatur zu schnell, schaltet ab, wartet, schaltet wieder ein. Dieses ständige An und Aus (Takten) kostet Effizienz. Die Anlage kommt nie in den ruhigen Dauerbetrieb, in dem sie am wirtschaftlichsten arbeitet, und ihre Effizienz über das Jahr (Jahresarbeitszahl, JAZ) sinkt. Ziel einer gut ausgelegten Anlage ist eine JAZ von 3,5 bis 4, also 3,5 bis 4 Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom.
„Eine zu große Wärmepumpe ist nicht sicherer. Sie kommt nie ins Arbeiten.“
Hinzu kommt die Investition. Die größere Anlage kostet mehr, und dieses Geld ist am Tag der Rechnung ausgegeben.
Diese Gegenüberstellung von alten Schätzmethoden und Normrechnung ist Teil meiner Vorlesungen zur Wärmepumpenplanung an der Handwerkskammer. Die meisten Teilnehmer gehen mit einem Aha-Erlebnis aus dieser Stunde.
Der Heizungsbauer hat die Heizlast mit einer App berechnet: Kann ich mich darauf verlassen?
Das hängt davon ab, was hineingegeben wurde, kaum vom Werkzeug. Programme und Apps erfassen Räume, Flächen und Fenster heute zuverlässig. Die Geometrie war aber nie der schwierige Teil. Wichtig ist, ob für jede Wand, jedes Fenster und jede Decke ein begründeter U-Wert eingetragen ist und ob die Temperaturen der Nachbarräume stimmen. Woran Sie das in einem Angebot erkennen, steht im Beitrag Heizlast im Angebot.
Erfreulich ist, wie sich der Markt entwickelt. Größere Heizungsbetriebe haben eigene Spezialisten für die Heizlast, kleinere ziehen zunehmend Energieberater und Ingenieurbüros hinzu. Das ist folgerichtig: Die Eingabe aller Bauteile eines Hauses dauert Stunden und ist fehleranfällig, und ein Heizungsbetrieb wird für die eingebaute Anlage bezahlt, nicht für Nachweisarbeit. Arbeitsteilung bedeutet hier Qualitätssicherung, kein Misstrauen.
Für Sie gilt dieselbe Prüffrage wie oben: Raumblätter mit Bauteilen und U-Werten, oder Fläche mal Watt?
Testwinter: die eigene Heizung als Probelauf
Ob die vorhandenen Heizkörper reichen, lässt sich vorab auch praktisch prüfen, und zwar mit der Heizung, die schon im Keller steht. Die Methode beschreibt Prof. Dipl.-Ing. Werner Schenk von der Hochschule München: die bestehende Heizung eine Heizperiode lang so betreiben, als wäre die Wärmepumpe schon eingebaut. Die Heizkurve wird so weit abgesenkt, dass der Vorlauf bei etwa 50 °C liegt, die Nachtabsenkung ist aus, die Thermostatventile stehen offen. Dann zeigt sich an kalten Tagen, welche Räume nicht mehr warm werden. Dort sind größere oder zusätzliche Heizkörper nötig.
Das gehört in die Hände Ihres Heizungsbauers. Im Einfamilienhaus kann ein geübter Eigentümer mitwirken; im Mehrfamilienhaus wird nie eigenmächtig an der Anlage verstellt, weil geänderte Durchflüsse in anderen Wohnungen Rauschen und Klopfen auslösen können. Alte Thermostatventile taugen dabei meist nicht mehr viel. Für die Sanierung gibt es geeignete Ventile, die ungleichmäßige Nutzung ausgleichen.
Der Testwinter ersetzt die Rechnung nicht. Er zeigt aber, wo es eng wird, bevor die Wärmepumpe bestellt ist.
Was sich aus der Ferne sagen lässt – und was nur mit Messung, Rechnung oder Begehung an Ihrem Gebäude
Aus der Ferne, mit wenigen Unterlagen, lässt sich einiges sagen:
- Aus den Abrechnungen der letzten drei Jahre ergibt sich die Größenordnung der Heizlast und damit, ob eine angebotene Leistung plausibel ist oder deutlich darüber liegt.
- Ob ein beigelegtes Papier eine raumweise Rechnung ist oder eine verteilte Schätzung, erkennt man an seinem Aufbau.
Nicht aus der Ferne sagen lässt sich:
- ob der Heizkörper im Bad, im Eckzimmer oder im Dachgeschoss bei 50 °C Vorlauf reicht. Dafür braucht es die raumweise Rechnung mit den Bauteilen Ihres Hauses.
- welche Wandaufbauten, Dämmungen und Fenster tatsächlich verbaut sind. Das zeigt erst die Begehung, gelegentlich eine Bauteilöffnung.
- wie groß die Wärmepumpe genau sein soll und wo der Bivalenzpunkt liegt. Das ist Auslegung, keine Schätzung.
Der nächste Schritt
Wenn bereits ein Angebot vorliegt, prüfe ich es in einer Angebotsprüfung für Ein- und Zweifamilienhäuser: 490 Euro netto, Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden. Dafür brauche ich drei Unterlagen: das Angebot, die beheizte Wohnfläche und die Abrechnungen der letzten drei Jahre. Die Angebotsprüfung ist eine Plausibilitätsprüfung, keine Auslegungsberechnung. Sie zeigt, ob die angebotene Leistung zu Ihrem Haus passt und ob eine raumweise Rechnung nötig ist.
Wenn noch kein Angebot vorliegt, beginnt die Planung mit der Heizlast. Wie ich Heizlast und hydraulischen Abgleich für eine neue Wärmepumpe aufbaue, steht auf der Seite Heizungsplanung: Heizlast und hydraulischer Abgleich.
Vorab kostet ein Telefongespräch nichts: Erstgespräch per Telefon vereinbaren oder unter 089 37415180.
Häufige Fragen
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau mit normalen Heizkörpern?
Das kann funktionieren, wenn jeder Raum mit seinem vorhandenen Heizkörper bei einer Vorlauftemperatur von etwa 50 bis 55 °C warm wird. Maßgeblich ist der ungünstigste Raum, oft ein Eckzimmer oder das Bad. Das zeigt eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1. Einzelne Heizkörper zu vergrößern ist häufig günstiger als der pauschale Tausch aller Heizkörper. Ob die Außenwände gedämmt sind, ist dabei weniger wichtig als das Verhältnis von Raumheizlast und Heizkörperleistung.
Der alte Kessel hatte 25 kW: Wie groß muss die Wärmepumpe sein?
Die Leistung des alten Kessels ist kein Maßstab, denn ältere Kessel wurden meist großzügig bemessen. Maßgeblich ist die Heizlast des Hauses. Eine erste Einschätzung liefert der Verbrauch der letzten drei Jahre, die Auslegung liefert die raumweise Normrechnung. In einem typischen Fall mit 15 bis 20 kW Kesselleistung ergab die Rechnung 8 kW Heizlast; empfohlen war eine Wärmepumpe mit rund 6 kW, ergänzt um einen Heizstab für die wenigen sehr kalten Stunden.
Ist eine größere Wärmepumpe nicht die sicherere Wahl?
Nein. Eine zu große Wärmepumpe liegt an den meisten Tagen des Jahres über dem Bedarf des Hauses. Sie erreicht die Solltemperatur zu schnell, schaltet ab und wieder ein, sie taktet. Dadurch sinkt die Jahresarbeitszahl und die Stromkosten steigen, zusätzlich zur höheren Investition. Ausgelegt wird deshalb auf das ganze Jahr, nicht auf die kälteste Nacht. Für die wenigen Spitzenstunden genügt eine elektrische Zusatzheizung.
Woran erkenne ich, ob die Heizlast wirklich raumweise berechnet wurde?
Sehen Sie in die Unterlagen: Stehen für jeden Raum die einzelnen Bauteile mit Fläche und U-Wert, die Raumtemperatur und die Temperaturen der Nachbarräume? Dann wurde raumweise gerechnet. Steht dort je Raum nur die Fläche mal ein Pauschalwert in Watt pro Quadratmeter, handelt es sich um eine Schätzung, auch wenn sie in einer Tabelle Raum für Raum aufgeführt ist. Eine Gesamtzahl ohne Raumblätter ist keine Grundlage für die Auslegung.
Muss ich das Haus dämmen, bevor eine Wärmepumpe eingebaut wird?
Nicht zwingend. Die Wärmepumpe muss zum Haus passen, wie es in den kommenden Jahren sein wird. Sind Fenster, Dach oder Fassade ohnehin geplant, gehören sie in die Heizlastberechnung, denn sie senken die Heizlast und damit die nötige Größe der Wärmepumpe. Wer erst die Wärmepumpe einbaut und später dämmt, hat danach eine zu große Anlage. Die sinnvolle Reihenfolge ergibt sich aus der Rechnung für Ihr Gebäude, nicht aus einer Faustregel.
Was kostet es, mein Angebot für eine Wärmepumpe prüfen zu lassen?
Die Angebotsprüfung für ein Ein- oder Zweifamilienhaus kostet 490 Euro netto, die Rückmeldung kommt innerhalb von 24 Stunden. Benötigt werden das Angebot, die beheizte Wohnfläche und die Abrechnungen der letzten drei Jahre. Die Prüfung zeigt, ob die angebotene Leistung zum Verbrauch Ihres Hauses passt. Sie ist eine Plausibilitätsprüfung und ersetzt keine raumweise Heizlastberechnung, zeigt aber, ob eine nötig ist.
Dmitri Berdnikow, Ingenieur und Energieberater, Geschäftsführer der BBP Engineering GmbH in Gräfelfing bei München
Quellen:
- DIN EN 12831-1:2017-09, Energetische Bewertung von Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast – Teil 1: Raumheizlast (DIN Media)
- DIN/TS 12831-1:2020-04, Nationale Ergänzung zu DIN EN 12831-1, DIN Media
- VDI 4645:2018-03, Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern – Planung, Errichtung, Betrieb, VDI
- Prof. Dipl.-Ing. Werner Schenk, Hochschule München: „Ist die Wärmepumpe im Sanierungsfall eine sinnvolle Alternative?“ (Vortragsunterlage, 2012)
- Dmitri Berdnikow: Skript „Wärmepumpen – Planung und Dimensionierung“ (2026), Rechenbeispiel Methodenvergleich
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