Heizungsanlage mit Speicher und angeschlossenen Leitungen

Heizungsplanung · Wärmepumpe, Hybrid & Fernwärme · München und bundesweit

Heizungsplanung in München: Wärmepumpe, Fernwärme oder Hybrid richtig auslegen

Ob Wärmepumpe, Hybridheizung oder Fernwärmeanschluss: Jede Lösung braucht eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 und einen hydraulischen Abgleich nach Verfahren B als technische Grundlage – nicht nur für die Förderung.

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DREI WEGE ZUR NEUEN HEIZUNG

Wärmepumpe, Hybrid oder Fernwärme – die Auslegung entscheidet

Für den Heizungstausch stehen meist drei Wege offen: die reine Wärmepumpe, eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und vorhandenem Wärmeerzeuger, oder der Anschluss an ein Fernwärmenetz. Welcher Weg technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom Gebäude ab, nicht vom Baujahr oder der bisherigen Kesselleistung.

Wärmepumpe

Vorlauftemperatur, Heizflächen und Hydraulik müssen zum tatsächlichen Wärmebedarf passen, nicht zur Wohnfläche oder zur bisherigen Kesselleistung.

Hybridheizung

Wärmepumpe und Bestandskessel im Zusammenspiel: Ohne Heizlast- und Hydraulikdaten lässt sich der Bivalenzpunkt technisch und wirtschaftlich nicht sauber festlegen.

Fernwärmeanschluss

Auch am Fernwärmenetz bestimmt die Heizlast den Anschlusswert und die Übergabestation. Ein hydraulischer Abgleich sichert danach die Wärmeverteilung im Gebäude ab.

Warum die Reihenfolge zählt: Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufiger, verschleißt schneller und kostet mehr in der Anschaffung. Eine unterdimensionierte sorgt im Winter für Komfortverlust. Überdimensionierung ist dabei das größere technische Risiko. Beides lässt sich nur mit einer belastbaren Heizlastberechnung und einem hydraulischen Abgleich vermeiden, unabhängig davon, ob dafür eine Förderung beantragt wird.

Was die Auslegung wirtschaftlich wert ist, zeigt die Feldmessung. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im Projekt „WP-QS im Bestand“ 77 Wärmepumpenanlagen in bewohnten Gebäuden vermessen. Luft/Wasser-Anlagen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4 bei einer Spannbreite von 2,6 bis 4,9. Ein Zusammenhang mit dem Baualter ließ sich nicht feststellen; Korrelationen zeigten sich allein mit den Heizkreistemperaturen. Welche drei Unterlagen deshalb vor der Beauftragung vorliegen sollten, steht im Beitrag Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus: Was vor der Beauftragung auf dem Tisch liegen muss.

Die Auslegung von Wärmepumpen unterrichten wir zudem in der Weiterbildung zur Fachkraft für Solartechnik an der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

HEIZLAST

Raumweise Heizlast als Grundlage jeder Heizungsplanung

Jede Heizungsplanung beginnt mit der Leistung, die jeder Raum bei Normaußentemperatur braucht. Wir berechnen sie raumweise nach DIN EN 12831-1 aus Bauteilen, Lüftung und Raumtemperaturen, nicht aus dem Verbrauch oder der Leistung des alten Kessels. Daraus folgen Größe des Wärmeerzeugers, Heizflächen und Systemtemperaturen.

Ablauf, Unterlagen und Kosten der Berechnung stehen auf der Seite Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

HYDRAULIK

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B

Der hydraulische Abgleich verteilt die berechnete Wärme so, dass jeder Heizkörper und jeder Fußbodenheizkreis den Volumenstrom erhält, den er braucht. Mit Verfahren B rechnen wir raumweise Sollwerte für Ventile, Pumpe und Vorlauftemperatur. In Gebäuden ab sechs Wohnungen schreibt § 60c GModG den Abgleich vor, in der Förderung ist er Voraussetzung.

Mehr dazu: Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B · Was ein hydraulischer Abgleich kostet und wann er Pflicht ist

Welche Unterlagen und Ergebnisse erhalten Sie?

• Raumweise Heizlasten und Gebäudeergebnis

• Dokumentierte Eingabedaten und Annahmen

• Vereinbarte Übergabe für Anlagen- und Heizflächenplanung

Die genaue Bearbeitungstiefe wird vor der Beauftragung festgelegt. Für die erste Anfrage genügen Name und E-Mail; vorhandene Unterlagen stimmen wir anschließend mit Ihnen ab.

AUS DER PRAXIS

17 kW im Angebot, knapp 9 kW im Haus

Im Angebot für eine Wärmepumpe standen 17 kW, im Keller lief ein Ölkessel mit 20 kW. Die raumweise Berechnung ergab knapp 9 kW. Jeder einzelne Ansatz im Angebot war regelkonform, die Summe der Sicherheitsaufschläge machte die Anlage fast doppelt so groß wie nötig. Den Fall mit Zahlen beschreibt die Seite Heizlastberechnung.

MEHRFAMILIENHAUS, WEG UND GEWERBE

Heizlast für Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude

Rechner und Online-Angebote sind fast alle auf das Einfamilienhaus zugeschnitten. Im Mehrfamilienhaus, in der Eigentümergemeinschaft und im Gewerbebau stellen sich andere Fragen. Hier ist die raumweise Berechnung sinnvoll und oft Pflicht.

Mehrfamilienhaus und WEG

  • Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B ist ab sechs Wohneinheiten beim Einbau einer Heizungsanlage vorgeschrieben
  • Zentrale Wärmepumpe oder Wohnungsstationen: Heizlast je Wohnung und Gleichzeitigkeit entscheiden über Gerätegröße und Leitungsnetz
  • Warmwasser und Zirkulation werden mitgerechnet, im Mehrfamilienhaus oft der größere Hebel
  • Unterlagen, mit denen Verwaltung und Beirat einen Beschluss vorbereiten können

Nichtwohngebäude

  • Büro, Praxis, Laden oder Werkstatt: unterschiedliche Raumtemperaturen, Nutzungszeiten und Lüftungsanteile
  • Verbindung mit der Energieberatung nach DIN V 18599, wenn ohnehin bilanziert wird
  • Grundlage für die TGA-Planung von Heizung und Lüftung aus demselben Büro
  • Prüfung von Anlagenangeboten gegen die eigene Berechnung vor der Vergabe

Für Mehrfamilienhäuser mit Gasetagenheizungen gibt es zusätzlich das Heizungskonzept mit Variantenvergleich; für Gewerbeimmobilien die Energieberatung Nichtwohngebäude. Unterlagen können digital übermittelt werden. Vorhaben außerhalb Oberbayerns bearbeiten wir nach Abstimmung auch aus der Ferne.

KOSTEN UND UMFANG

Was kostet Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich?

Raumanzahl, Gebäudegeometrie und vorhandene Bauteildaten bestimmen den Aufwand für beide Bausteine. Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich werden im Angebot einzeln ausgewiesen, lassen sich aber meist in einem Termin und einer Beauftragung kombinieren.

Preisrahmen

LeistungUmfangHonorar
Heizlast raumweise + hydraulischer Abgleich Verfahren B – Mehrfamilienhausbis 10 Wohneinheiten, inkl. Ausschreibungsunterlagen, Angebotsprüfung, BzA/BnDab 4.500 € netto
Heizungskonzept kompakt (zwei Varianten, Kostenrahmen)bis 10 Wohneinheiten; wird bei Folgeauftrag angerechnetab 1.900 € netto
Heizungskonzept mit Beschlussvorlage (drei Varianten, Förderpfad, Vorlage für die Versammlung)bis 10 Wohneinheiten; wird bei Folgeauftrag angerechnetab 3.900 € netto
Prüfung vorliegender Heizungs- oder Wärmepumpenangeboteabhängig von der Zahl der Angebote490–2.500 € netto
Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, Nichtwohngebäudenach Raumzahl und Unterlagennach Angebot

Was wir bei Heizlast und Abgleich prüfen und liefern: Heizlastberechnung · Hydraulischer Abgleich Verfahren B · Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus planen

ZUSAMMENARBEIT

So läuft die Zusammenarbeit ab

01

Unterlagen prüfen

Pläne, Bauteile und Sanierungsstand klären.

02

Modell aufbauen

Räume und Randbedingungen nachvollziehbar erfassen.

03

Heizlast berechnen

Wärmeverluste und erforderliche Leistung auswerten.

04

Ergebnis erläutern

Berechnung und offene Planungsschritte übergeben.

Die Berechnung allein ersetzt weder die vollständige Wärmepumpenplanung noch den hydraulischen Abgleich.

FÖRDERUNG UND FINANZIERUNG

Zuschuss und Ergänzungskredit für die Wärmepumpe

Die Förderung ist ein Baustein der Wirtschaftlichkeitsrechnung, nicht ihr Anlass. Sie setzt eine korrekt ausgelegte Anlage voraus. Deshalb steht die Heizlast am Anfang, der Antrag danach. Stand der Konditionen: Reform der Bundesförderung zum 21.07.2026.

KfW 458 – Zuschuss

Wer: Privatpersonen als Eigentümer von Wohngebäuden

Was gilt: Grundförderung 30 %; für Selbstnutzer beim Austausch einer fossilen Heizung Klimageschwindigkeitsbonus 16 % (sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte); Einkommensbonus für Selbstnutzer 40 / 30 / 10 % bis 30.000 / 40.000 / 50.000 € Haushaltsjahreseinkommen; zusammen höchstens 70 %

KfW 459 – Zuschuss

Wer: Unternehmen und Vermieter mit Wohngebäuden

Was gilt: Grundförderung 30 %

KfW 358/359 – Ergänzungskredit

Wer: wer bereits eine Zuschusszusage hat

Was gilt: Finanzierung des Eigenanteils; allein nicht beantragbar

Sperrfrist

Wer: –

Was gilt: Einzelmaßnahmenförderung (inkl. Heizung) und Effizienzhaus-Kredit 261 schließen sich für dasselbe Gebäude drei Jahre lang gegenseitig aus

Förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit: bis 28.000 €; der Betrag sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 €. Der Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt werden, die Bestätigung zum Antrag stellt ein Energieeffizienz-Experte oder das ausführende Fachunternehmen aus. Maßgeblich sind die aktuellen KfW-Merkblätter.

WEITERE GEWERKE

Heizung, Lüftung und Sanitär aus einem Büro

Die Trinkwassererwärmung bestimmt die Systemtemperaturen, die Lüftung die Heizlast. Deshalb planen wir die drei Gewerke abgestimmt: Sanitärplanung · Lüftungsplanung · TGA-Planung im Überblick · Wärmepumpen-Angebot prüfen lassen

GUT VORBEREITET

Häufige Fragen

Berechnungsgrundlage: DIN EN 12831-1 mit nationaler Ergänzung DIN/TS 12831-1. Normeinordnung geprüft am 13.09.2026.

Reicht die Leistung des alten Heizkessels?

Nein. Fossile Heizkessel waren meist großzügig überdimensioniert und deckten Leistungsbereiche von etwa 5 bis 20 kW ab. Wo der tatsächliche Bedarf lag, bleibt unklar. Für eine Wärmepumpe ist diese Spanne zu grob: Eine Fehlauslegung zwischen z. B. 7,5 kW und 18,5 kW führt zu häufigem Takten, weil die Anlage die für die Jahresarbeitszahl nötige Mindestlaufzeit von 5 bis 8 Minuten nicht erreicht. Das kurze Takten verhindert zudem die Schmierung des Verdichters und führt zu vorzeitigem Verschleiß, bevor die vorgesehene Schaltzyklenzahl erreicht wird.

Welche Unterlagen braucht BBP?

Grundrisse, Schnitte, Raumhöhen, Bauteil- oder U-Wert-Angaben, Fensterdaten und Sanierungsstand. Fehlende Grundlagen werden vor der Bearbeitung geklärt.

Ist die Heizlast ausreichend für eine Wärmepumpe?

Teilweise. Bei kleineren Gebäuden kann die reine Heizlast für die Auslegung ausreichen. Bei Mehrfamilienhäusern muss zusätzlich die Warmwasserbereitung separat betrachtet werden: In sanierten Gebäuden sinkt der Heizleistungsbedarf gegenüber früher deutlich, während der Anteil der Warmwasserbereitung am Gesamtbedarf entsprechend steigt. Beide Themen müssen daher getrennt ausgewiesen werden.

Gehört der hydraulische Abgleich dazu?

Ja. Wärmepumpen sind meist auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt (Fachbegriff „NT-Ready“, ca. 55 °C), während alte Heizkörper oft für deutlich höhere Auslegungstemperaturen dimensioniert sind, häufig 75 °C, bei alten gusseisernen Heizkörpern bis zu 95 °C. Der hydraulische Abgleich prüft, ob Ventile, Rohrleitungen und Heizkörper bei 55 °C Vorlauf noch genug Wärme in den Raum bringen, um die berechnete Heizlast zu decken. Das ist eine eigenständige Berechnung, die auf der raumweisen Heizlast aufbaut.

Belegt die Heizlastberechnung, dass meine Heizkörper für eine Wärmepumpe ausreichen?

Nicht allein. Dazu muss die Leistung der vorhandenen Heizflächen bei den geplanten Systemtemperaturen mit dem jeweiligen Raumbedarf verglichen werden. Diese Prüfung wird gesondert vereinbart.

Brauche ich Heizlastberechnung und hydraulischen Abgleich immer zusammen?

Für eine belastbare Heizungsplanung ja: Der Abgleich braucht die raumweise Heizlast als Eingangsgröße. Getrennt beauftragt liefert der Abgleich sonst nur Annahmewerte statt berechneter Sollwerte.

Gilt das auch, wenn noch keine Förderung beantragt wird?

Ja. Die technische Auslegung entscheidet über Betrieb, Verschleiß und Komfort der Heizung, unabhängig davon, ob und welche Förderung später beantragt wird.

Können Sie die Heizlast aus einem vorliegenden Wärmepumpenangebot prüfen?

Ja. Wir prüfen die angesetzte Heizlast über den tatsächlichen Verbrauch und die Bauteile und vergleichen Gerätegröße, Speicher und Heizflächen mit dem Angebot. Die Angebotsprüfung kostet je nach Zahl der Angebote 490–2.500 € netto.

Rechnen Sie auch Heizlasten für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe außerhalb von München?

Ja. Pläne, Verbrauchsdaten und Fotos lassen sich digital übermitteln. Ob eine Begehung vor Ort nötig ist, klären wir im Rückruf.

IHR NÄCHSTER SCHRITT

Beim Heizungstausch in München fördert die Stadt zusätzlich mit 15 Prozent, bei Erd- und Grundwasserwärmepumpen darüber hinaus. Die Bedingungen stehen auf der Seite zum Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG).

Fachbeiträge zu diesem Thema

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Vier kurze Fragen, dann Ihre Kontaktdaten – rund eine Minute. Unterlagen brauchen Sie dafür noch nicht.

Wie viele Wohneinheiten hat das Gebäude?
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Wie wird heute geheizt?
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In welcher Rolle fragen Sie an?
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Wie weit ist die Gemeinschaft?
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Direkter Kontakt: kontakt@bbp-engineering.de

Projektstandort und Zusammenarbeit

Projekt in München, Bayern oder Baden-Württemberg? Nennen Sie uns den Standort. Auch bei bundesweiten Anfragen klären wir vorab, welche Unterlagen digital bearbeitet werden können und welche Vor-Ort-Termine erforderlich sind.

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