Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus: Warum nicht das Gerät, sondern das System entscheidet
Was die Fraunhofer-Studie LCR290 über R290, Heizlast, Hydraulik und die heutige Gerätetechnik zeigt
Bei einem Einfamilienhaus lässt sich über die Eignung einer Wärmepumpe vergleichsweise schnell diskutieren. Beim Mehrfamilienhaus funktioniert diese Vereinfachung nicht.
Die entscheidende Frage lautet dort nicht:
Welche Wärmepumpe soll eingebaut werden?
Sondern:
Welche Wärmeleistung muss das Gebäude tatsächlich erhalten, welche Systemtemperaturen benötigt die vorhandene Wärmeverteilung, wie wird Trinkwarmwasser erzeugt und wie müssen Wärmeerzeugung, Speicher, Hydraulik und Regelung miteinander zusammenspielen?
Genau diese Verschiebung der Fragestellung gehört für mich zu den wichtigsten Erkenntnissen des Forschungsprojekts LCR290 des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.
Das Projekt lief von Januar 2023 bis Dezember 2025 und beschäftigte sich mit Wärmepumpenlösungen mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) für den Ersatz bestehender Gas- und Ölgeräte. Neben technischen Demonstratoren wurden unterschiedliche zentrale und dezentrale Systemkonzepte, Sicherheitsfragen, Hydraulik, Regelung und konkrete Planungsansätze für Mehrfamilienhäuser untersucht. [1] Der Abschlussbericht umfasst dabei ausdrücklich auch ein eigenes Kapitel zum Planungsprozess für Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern.
Die im Projekt analysierten Beispielgebäude weisen Heizlasten von etwa 23 bis 93 kW auf. Fraunhofer ISE leitet daraus ausdrücklich ab, dass es keine einheitliche technologische Lösung für den Heizungstausch im Mehrfamilienhaus gibt. Gebäudegröße, vorhandenes Wärmeverteilsystem, Warmwasserbereitung, Platzverhältnisse, Wärmequelle, Schallschutz und Sicherheitsanforderungen müssen gemeinsam betrachtet werden. [2]
Das klingt zunächst selbstverständlich.
In der Praxis entscheidet sich aber genau an dieser Stelle, ob aus einer Wärmepumpe lediglich ein neuer Wärmeerzeuger oder tatsächlich ein funktionierendes Gesamtsystem wird.
Mehrfamilienhaus ist nicht gleich Mehrfamilienhaus
LCR290 untersucht sowohl wohnungsweise Wärmepumpenlösungen als auch zentrale Anlagen für Innen- und Außenaufstellung. [1, Kap. 2.1 und 2.4]

Damit lassen sich für Bestandsgebäude mehrere grundsätzlich unterschiedliche Lösungswege ableiten:
| Systemansatz | Typische Anwendung | Vorteil | Kritische Planungsfragen |
|---|---|---|---|
| Zentrale Luft/Wasser-Wärmepumpe | bestehende Zentralheizung | vergleichsweise einfache Erschließung der Wärmequelle | Schall, Aufstellung, Abtauung, Volumenströme |
| Wärmepumpenkaskade | mittlere und größere MFH | Modularität und größerer Leistungsbereich | Regelung, Hydraulik, Mindestvolumenstrom |
| Sole/Wasser-Wärmepumpe | Erdsonden, Erdreich oder Quellennetz | günstige Quellentemperaturen | Erschließung und Genehmigung |
| Wasser/Wasser-Wärmepumpe | geeignete Grundwasserverhältnisse | sehr gute Wärmequellentemperaturen möglich | Wasserqualität, Brunnen und Genehmigung |
| Wohnungsweise Wärmepumpe | Ersatz von Gasetagenheizungen | individuelle Versorgung | Aufstellraum, Warmwasser, Wärmequelle |
| Bivalentes System | hohe Lasten oder Temperaturen im Bestand | schrittweise Transformation möglich | Bivalenzpunkt und Betriebsstrategie |
| Wärmepumpe mit dezentraler Warmwasserbereitung | problematische zentrale Warmwasser- und Zirkulationssysteme | Trennung verschiedener Temperaturniveaus | Elektroanschluss und Versorgungskonzept |
Fraunhofer ISE kommt nach der Bewertung der unterschiedlichen Varianten zu keinem universellen Sieger. Die Kriterien wirken teilweise gegeneinander. Eine Lösung mit hoher Effizienz kann beispielsweise höhere Anforderungen an Wärmequelle oder Umbau stellen; eine platzsparende Variante kann an anderer Stelle zusätzliche technische Anforderungen erzeugen. [1, Kap. 2.4]
Das ist für die Praxis ausgesprochen wichtig.
Nicht die Technologieklasse allein entscheidet über die Eignung. Entscheidend ist ihre Integration in das konkrete Gebäude.
Was der Wärmepumpenmarkt inzwischen anbietet
Interessant ist der Vergleich der Forschungsarbeit mit der inzwischen verfügbaren Gerätetechnik.
Im LCR290-Projekt gehörten unter anderem Bosch Thermotechnik, CTA, iDM, SOLVIS, STIEBEL ELTRON, Vaillant, Viessmann, Weider und WOLF zum industriellen Projektumfeld. [1]
Aus deren heutigen Produktprogrammen lassen sich exemplarisch folgende Gerätetypen ableiten:
| Hersteller / Baureihe | System | Relevante technische Einordnung |
|---|---|---|
| Vaillant aroTHERM plus | R290 Luft/Wasser | hohe Vorlauftemperaturen, Kaskadierung möglich |
| Viessmann Vitocal 250-A PRO | R290 Luft/Wasser | Leistungsklasse für größere Wohn- und Gewerbegebäude |
| WOLF CHA-Monoblock | R290 Luft/Wasser | Kaskadenkonzepte für größere Leistungen |
| Weider weiTrona air | R290 Luft/Wasser | modulare Leistungsgrößen |
| CTA Aeroheat | R290 Luft/Wasser | unterschiedliche Leistungs- und Temperaturbereiche |
| iDM iPUMP N5 | wohnungsweise Wärmepumpe | Ansatz für mehrgeschossigen Wohnbau |
| SOLVIS SolvisPia | R290 Luft/Wasser | Integration in unterschiedliche Anlagenkonzepte |
Wichtig: Diese Übersicht ist keine vergleichende Produktbewertung. Leistungsangaben verschiedener Hersteller sind nur eingeschränkt direkt vergleichbar, weil Prüfbedingungen, Außentemperaturen, Vorlauftemperaturen, Modulationsbereiche und Systemgrenzen voneinander abweichen. Für eine technische Auswahl müssen deshalb immer die jeweiligen Herstellerdaten am konkreten Auslegungspunkt betrachtet werden. [3–9]
Das eigentliche Ergebnis dieser Marktbetrachtung lautet daher nicht, dass ein bestimmtes Fabrikat „das beste“ sei.
Der Markt stellt inzwischen Geräte in Leistungsklassen und Temperaturbereichen zur Verfügung, die zahlreiche Mehrfamilienhäuser technisch erschließen können.
Damit verschiebt sich die zentrale Herausforderung zunehmend zur Systemplanung.
Eine hohe maximale Vorlauftemperatur ist noch kein gutes Wärmepumpenkonzept
Dass R290-Wärmepumpen inzwischen teilweise Vorlauftemperaturen von 70 °C und darüber erreichen können, erweitert den Einsatzbereich im Bestand erheblich. [3–9]
Daraus folgt jedoch nicht, dass ein Gebäude dauerhaft auf diesem Temperaturniveau betrieben werden sollte.
Thermodynamisch bleibt der Zusammenhang bestehen: Mit wachsendem Temperaturhub zwischen Wärmequelle und Heizsystem steigt grundsätzlich der Aufwand des Kältekreises. Die erreichbare maximale Vorlauftemperatur sagt deshalb wenig über die spätere saisonale Effizienz aus.
Die planerische Frage lautet nicht:
Wie heiß kann die Wärmepumpe werden?
Sondern:
Wie niedrig kann das Gebäude tatsächlich betrieben werden?
Genau dafür ist die Heizflächenprüfung entscheidend.
Im LCR290-Projekt wurde bei einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus beispielsweise eine Norm-Heizlast von rund 38 kW beziehungsweise 31 W/m² ermittelt. Nach Prüfung der vorhandenen Wärmeübergabe konnte das geplante Temperaturniveau auf etwa 50/40 °C abgesenkt werden; lediglich einzelne Heizkörper mussten angepasst werden. [1, Kap. 2.5]
Andere untersuchte Gebäude zeigten dagegen deutlich höhere Anforderungen.
Der Unterschied lag also nicht einfach im Baujahr.
Er lag im Zusammenspiel von Heizlast, Gebäudezustand und vorhandenen Heizflächen.
Heizlastberechnung nach DIN EN 12831: mehr als die Auswahl der Gerätegröße
Bei Wärmepumpenangeboten wird die Heizlastberechnung gelegentlich auf einen einzigen Wert reduziert:
Heizlast des Gebäudes: XX kW.
Für ein Mehrfamilienhaus ist das zu wenig.
Die eigentliche planerische Kette lautet:
Raumheizlast → Heizfläche → Systemtemperatur → erforderlicher Volumenstrom → hydraulische Einstellung → Gesamtleistung des Gebäudes → Wärmeerzeugung
Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 bildet deshalb nicht nur die Grundlage für die Auswahl des Wärmeerzeugers. Sie liefert insbesondere über die raumweise Betrachtung die Grundlage für die Beurteilung der Wärmeübertragung und des hydraulischen Systems. [10, 11]
Gerade im Bestand sollte zusätzlich eine Plausibilisierung mit Verbrauchs- oder Messdaten erfolgen.
Das Fraunhofer-Projekt zeigt sehr anschaulich, warum.
Bei einem untersuchten Bestandsgebäude ergab die normativ berechnete Heizlast einen höheren Wert als eine aus realen Betriebsdaten abgeleitete Lastabschätzung. [1, Kap. 2.5]
Das bedeutet nicht, dass die DIN-Berechnung falsch wäre.
Norm-Heizlast und tatsächliche Betriebsheizlast beantworten unterschiedliche Fragen.
Die Normberechnung dient der sicheren Auslegung unter definierten Randbedingungen. Messwerte beschreiben dagegen das reale Gebäude mit seiner tatsächlichen Nutzung und seinem realen Betriebszustand.
Für größere Wärmepumpenanlagen ist deshalb die Kombination besonders wertvoll:
Norm-Heizlast + Verbrauchsplausibilisierung + reale Systemtemperaturen + Heizflächenprüfung.
Warum Überdimensionierung bei der Wärmepumpe stärker auffällt
Eine bestehende Gas- oder Ölheizung ist nicht selten deutlich größer dimensioniert als die tatsächliche Gebäudeheizlast.
Das muss im bisherigen Betrieb nicht sofort aufgefallen sein.
Bei einer Wärmepumpe beeinflusst die Dimensionierung dagegen Modulationsbereich, Verdichterlaufzeiten, Takthäufigkeit, Investitionskosten und teilweise auch die saisonale Effizienz.
LCR290 untersuchte unter anderem den Einfluss unterschiedlicher Leistungsanforderungen auf eine simulierte Luft/Wasser-Wärmepumpe. Die Ergebnisse zeigen, dass sich eine größere angeforderte Leistung im untersuchten Modell auf den SCOP auswirkte. [1, Abb. 12 und 13]
Diese Untersuchung sollte nicht als universelle mathematische Regel für alle Wärmepumpen interpretiert werden.
Sie zeigt jedoch den planerisch relevanten Zusammenhang:
Mehr installierte Leistung ist nicht automatisch mehr Betriebssicherheit.
Wenn die Wärmepumpe weit über der real erforderlichen Leistung liegt und ihren unteren Modulationsbereich häufig unterschreitet, kann gerade in der Übergangszeit unnötiges Takten entstehen.
Heizkörper: Das Baujahr beantwortet die Frage nicht
Die Aussage, ein Altbau mit Heizkörpern sei grundsätzlich ungeeignet für eine Wärmepumpe, lässt sich technisch nicht halten.
Entscheidend ist, welche Leistung die vorhandenen Heizflächen beim zukünftigen Temperaturniveau tatsächlich übertragen.
Dafür müssen zwei Werte gegenübergestellt werden:
Raumheizlast und Heizkörperleistung bei der geplanten Vor-/Rücklauftemperatur.
Die LCR290-Untersuchungen zeigen, dass in mehreren Gebäuden vorhandene Heizkörper auch bei abgesenkten Temperaturen ausreichend dimensioniert waren. In anderen Fällen reichten sie dagegen nicht aus. [1, Kap. 2.5]
Die notwendige Prüfung ist deshalb überraschend nüchtern:
Wie viele Watt benötigt der Raum – und wie viele Watt liefert der vorhandene Heizkörper bei dem vorgesehenen Temperaturniveau?
Das Ergebnis kann heißen:
- kein Heizkörperaustausch,
- Austausch einzelner Heizkörper,
- umfangreiche Anpassung der Heizflächen,
- oder zunächst ein höheres Temperaturniveau.
Pauschale Aussagen sind hier fachlich wenig sinnvoll.
Hydraulischer Abgleich: bei Wärmepumpen eine Systemfrage
Damit kommt man unmittelbar zum hydraulischen Abgleich.
Für die Wärmepumpe ist er nicht lediglich ein Nachweis am Ende der Maßnahme.
Er beeinflusst den Anlagenbetrieb unmittelbar.
Für Wasser gilt näherungsweise:
V̇ = Q / (1,163 × ΔT)
mit
- V̇ = Volumenstrom in m³/h,
- Q = Wärmeleistung in kW,
- ΔT = Temperaturspreizung in K.
Bei einer Heizleistung von 50 kW ergeben sich beispielsweise folgende Größenordnungen:
| Spreizung | Erforderlicher Volumenstrom |
|---|---|
| 15 K | ca. 2,9 m³/h |
| 10 K | ca. 4,3 m³/h |
| 5 K | ca. 8,6 m³/h |
Die Berechnung macht einen grundlegenden Zusammenhang sichtbar:
Mit sinkender Temperaturspreizung steigt der notwendige Volumenstrom erheblich.
Dadurch werden Rohrnetze, Ventile, Stränge, Pumpenkennlinien und Druckverluste unmittelbar relevant.
Verfahren B: der Zusammenhang zwischen Heizlast und Hydraulik
Beim hydraulischen Abgleich nach Verfahren B bildet die raumweise Heizlast die Grundlage der Berechnung. Aus Heizlast, vorhandener Heizfläche und vorgesehenem Temperaturniveau werden die erforderlichen Volumenströme und daraus die notwendigen Einstellungen abgeleitet. [12]
Bei Mehrfamilienhäusern sollte die Betrachtung jedoch nicht bei der Ventilvoreinstellung enden.
Man kann drei Ebenen unterscheiden:
| Ebene | Entscheidende Frage |
|---|---|
| Raum | Welche Heizleistung und welcher Volumenstrom werden benötigt? |
| Verteilnetz | Erreichen die erforderlichen Volumenströme tatsächlich alle Heizflächen? |
| Wärmeerzeugung | Wie werden Wärmepumpe, Speicher, Kaskade und Heizkreise hydraulisch gekoppelt? |
Gerade die dritte Ebene bestimmt bei größeren Wärmepumpenanlagen erheblich mit, ob das System später effizient arbeitet.
Die Fraunhofer-Simulation zeigt den Einfluss der Hydraulik besonders deutlich
LCR290 untersuchte verschiedene hydraulische und regelungstechnische Konfigurationen für zentrale Wärmepumpensysteme. [1, Kap. 2.4.2]
Die Unterschiede sind bemerkenswert.
Mehrere der untersuchten Varianten erreichten saisonale Leistungsfaktoren von ungefähr 3,1. Eine ungünstigere „Single-Mode“-Konfiguration lag dagegen bei etwa 2,69. [1, Abb. 83 ff.]
Der Unterschied entstand nicht einfach durch eine bessere oder schlechtere Wärmepumpe.
Die Ursache lag wesentlich im Systembetrieb.
In einer ungünstigen Konfiguration konnte eine gleichzeitige Anforderung von Raumheizung und Trinkwarmwasser dazu führen, dass elektrische Zusatzwärme benötigt wurde, obwohl grundsätzlich Wärmepumpenleistung vorhanden war. [1, Kap. 2.4.2]
Das ist ein wichtiger Befund.
Ein guter COP im Datenblatt garantiert noch keine gute Jahresarbeitszahl der Gesamtanlage.
Hydraulik und Regelung entscheiden mit.
Pufferspeicher: zunächst die Aufgabe definieren
Auch bei Pufferspeichern wird häufig zu schnell mit Literwerten gearbeitet.
Dabei sollte zunächst geklärt werden, welche Funktion der Speicher übernehmen soll:
- Mindestvolumen bereitstellen,
- Abtauenergie sicherstellen,
- hydraulische Entkopplung,
- Taktung reduzieren,
- Lastspitzen puffern,
- Wärmepumpenkaskaden koordinieren.
Im LCR290-Projekt wurden für die Untersuchungen unter anderem spezifische Speichervolumina in Abhängigkeit von Wärmepumpentyp und Leistung angenommen. Diese Werte dienten der Modellierung und sind nicht als allgemeine Dimensionierungsregel zu verstehen. [1, Kap. 2.1.2]
Besonders kritisch diskutiert der Bericht sehr große Kombispeicher für gleichzeitig unterschiedlich temperierte Bereiche. Vermischung, zusätzliche Verluste und ungünstigere Regelbarkeit können die Effizienz beeinträchtigen. [1]
Auch hier gilt deshalb:
Nicht zuerst die Speichergröße festlegen. Zuerst die hydraulische Aufgabe definieren.
Trinkwarmwasser ist im Mehrfamilienhaus häufig der anspruchsvollere Teil
Die Raumheizung eines modernisierten Mehrfamilienhauses kann eventuell mit Vorlauftemperaturen um 45 bis 55 °C betrieben werden.
Die Trinkwarmwasserbereitung folgt einer anderen Logik.
Speichertemperaturen, Zirkulationssystem, Trinkwasserhygiene und Zapfspitzen erzeugen andere Anforderungen als die Raumheizung.
LCR290 betrachtet deshalb unterschiedliche zentrale und dezentrale Warmwasserkonzepte. [1, Kap. 2.4]
Bei wohnungsweisen Wärmepumpen werden Speichergröße und verfügbarer Einbauraum schnell zu einem konstruktiven Problem. Bei zentralen Systemen wiederum können Zirkulationsverluste und das höhere Temperaturniveau die Effizienz beeinflussen. [1]
Die Trinkwarmwasserbereitung sollte deshalb bei größeren Wohngebäuden nicht als Nebenfunktion des Wärmeerzeugers behandelt werden.
Sie ist ein eigener Planungsbaustein.
Kaskaden sind mehr als mehrere Wärmepumpen nebeneinander
Mit steigender Gebäudeleistung werden Wärmepumpenkaskaden interessant.
Mehrere Geräte bieten mögliche Vorteile:
- größeren Modulationsbereich,
- Teillastbetrieb,
- Redundanz,
- Aufteilung verschiedener Betriebsaufgaben,
- standardisierte Gerätetechnik.
LCR290 hat unterschiedliche Wärmepumpenverbünde und Regelstrategien untersucht. Dabei zeigten sich bei ähnlicher saisonaler Effizienz teilweise Unterschiede in Schaltvorgängen und Betriebsverhalten. [1, Kap. 2.4.2]
Das bedeutet:
Die entscheidende Planungsfrage einer Kaskade lautet nicht nur:
Wie viele Wärmepumpen benötigen wir?
Sondern:
Welche Wärmepumpe arbeitet wann, mit welchem Temperaturniveau und für welche Aufgabe?
Genau hier greifen Wärmeerzeugung, Warmwasser, Speicher, Hydraulik und Regelung ineinander.
Auch bivalente Systeme können technisch sinnvoll sein
Nicht jedes Bestandsgebäude muss am ersten Tag vollständig monovalent mit einer Wärmepumpe versorgt werden.
LCR290 untersucht auch Gebäude mit hohen Heizlasten und hohen vorhandenen Systemtemperaturen. Für entsprechende Ausgangssituationen wurden bivalente Konzepte betrachtet. [1, Kap. 2.5]
Ein Spitzenlastwärmeerzeuger kann technisch sinnvoll sein, wenn er einen begrenzten Betriebsbereich übernimmt und gleichzeitig eine spätere Weiterentwicklung des Gebäudes möglich bleibt.
Wichtig ist allerdings, dass die Bivalenz geplant wird.
Eine Wärmepumpe, die lediglich zusätzlich zu einem bestehenden Kessel gestellt wird, ohne Bivalenzpunkt, Regelstrategie und spätere Entwicklung des Gebäudes zu berücksichtigen, ist kein belastbares Konzept.
Propan R290: technisch attraktiv, sicherheitstechnisch zu berücksichtigen
Das Forschungsprojekt widmete einen erheblichen Teil der Arbeit den Sicherheitsfragen des Kältemittels R290.
Propan besitzt ein sehr niedriges Treibhauspotenzial, ist jedoch brennbar.
Im Projekt wurden deshalb unterschiedliche Konzepte zur Reduzierung der Kältemittelfüllmenge und zur sicheren Innenaufstellung untersucht. Dazu gehörten ein belüftetes Gehäuse sowie weitere Entlüftungs- und Drainageansätze. Mehr als 100 experimentelle Untersuchungen wurden durchgeführt. [1, Kap. 2.3; 2]
Die Presseinformation des Fraunhofer ISE berichtet unter anderem über einen dezentralen Demonstrator mit 150 g Propan sowie eine zentrale Sole/Wasser-Wärmepumpe mit 28 kW Heizleistung bei B0/W55. [2]
Das ist für die Entwicklung wohnungsweiser Wärmepumpen besonders relevant.
Bei außen aufgestellten Geräten verschieben sich die Planungsfragen dagegen in Richtung Aufstellbedingungen, Sicherheitsabstände, Öffnungen, Vertiefungen und Schallschutz.
Was eine Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus kostet – und wo die Kosten entstehen
Die Frage nach den Kosten wird meist als Frage nach dem Gerätepreis gestellt. Im Mehrfamilienhaus ist das die kleinste von vier Positionen, die am Ende zählen: Investition, Förderung, Betriebskosten über die Nutzungsdauer und Planung. Wer nur die erste vergleicht, vergleicht Angebote, die unterschiedliche Systeme beschreiben.
Investition: Was den Preis treibt
Eine belastbare Zahl gibt es erst nach der raumweisen Heizlast und der Heizflächenprüfung – vorher ist jeder Betrag eine Annahme über das System. Was die Investition im Mehrfamilienhaus bestimmt:
| Position | Was den Preis treibt | Planerischer Hebel |
|---|---|---|
| Wärmeerzeuger (Einzelgerät oder Kaskade) | Leistung am Auslegungspunkt, Anzahl der Geräte, Wärmequelle (Luft, Erdreich, Grundwasser) | Heizlast statt Kesselleistung; Kaskade nur, wenn Modulationsbereich oder Redundanz es verlangen |
| Heizflächen | Zahl der Heizkörper, die bei der Zieltemperatur nicht ausreichen | Heizflächenprüfung je Raum; Temperaturniveau als Stellgröße |
| Trinkwarmwasser | zentral mit Zirkulation, Frischwasserstationen oder dezentral | eigener Planungsbaustein, nicht Nebenfunktion des Erzeugers |
| Hydraulik und Speicher | Verteilnetz, Pumpen, Speicherfunktion, Abgleich nach Verfahren B | Aufgabe des Speichers definieren, dann die Größe |
| Aufstellung und Erschließung | Fundament, Schallschutz, Leitungsführung, Elektroanschluss, gegebenenfalls Bohrungen oder Brunnen | Standort- und Quellenprüfung vor dem Angebot, nicht nach der Bestellung |
| Rückbau und Nebengewerke | Kesseldemontage, Tankentsorgung, Schornstein, Elektroverteilung | im Angebot als eigene Positionen verlangen |
Der Förderrahmen zeigt, in welcher Größenordnung der Gesetzgeber rechnet: Förderfähig sind je Wohneinheit höchstens 28.000 Euro für die erste, 15.000 Euro für die zweite bis sechste und 8.000 Euro ab der siebten Wohneinheit – bei zwölf Wohneinheiten 151.000 Euro. Ein Angebot deutlich darüber trägt den Mehrbetrag ohne Zuschuss. Ein Angebot deutlich darunter ist entweder knapp dimensioniert oder unvollständig beschrieben; beides sollte man vor der Beauftragung wissen.
Förderung: 30 Prozent für Vermieter, mehr nur für Selbstnutzer
| Eigentümer | Fördersatz KfW 459 (seit 21.07.2026) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Vermieter, Kapitalanleger, Wohnungsunternehmen | 30 % Grundförderung | Effizienzbonus entfallen |
| Selbstnutzende Eigentümer | 30 % + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (Antrag bis 31.01.2027) + Einkommensbonus 40, 30 oder 10 % | in der Eigentümergemeinschaft je selbstgenutzter Wohnung, nicht für das ganze Haus |
Für ein vermietetes Haus mit zwölf Wohneinheiten ergibt das 151.000 Euro förderfähige Kosten und einen Zuschuss von 45.300 Euro. In München kommt das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude mit 15 Prozent für den Heizungstausch hinzu – begrenzt durch die Kumulierungsgrenze von 60 Prozent und ausgeschlossen, sobald eine Wohnung im Haus Klimageschwindigkeits- oder Einkommensbonus beantragt. In der Eigentümergemeinschaft ist das ein Beschlussthema, kein Formularthema.
Betriebskosten: Ein Punkt Jahresarbeitszahl über zwanzig Jahre
Die Investition fällt einmal an, der Stromverbrauch jeden Winter. Für ein Mehrfamilienhaus mit 800 Quadratmetern Wohnfläche und 130 kWh je Quadratmeter und Jahr einschließlich Trinkwarmwasser – 104.000 Kilowattstunden Wärme – ergibt sich:
| Jahresarbeitszahl | Stromverbrauch | Stromkosten bei 37,0 ct/kWh |
|---|---|---|
| 2,8 | 37.143 kWh/a | 13.743 €/a |
| 3,8 | 27.368 kWh/a | 10.126 €/a |
| Differenz | 9.774 kWh/a (26,3 %) | 3.617 €/a |
Über zwanzig Jahre sind das nominal rund 72.300 Euro – mehr als der Zuschuss im Beispiel oben. Die Streuung im Feld (2,6 bis 4,9 bei Luft/Wasser-Anlagen) liegt genau in diesem Bereich, und sie entsteht nicht am Gerät, sondern bei Systemtemperatur, Hydraulik und Regelung. Wärmepumpentarife und Preispfad verschieben den Betrag, nicht die Richtung. Strompreis: BDEW-Strompreisanalyse 2026, Haushaltsdurchschnitt; Wohnfläche und Verbrauch sind Annahmen und im Einzelfall zu ersetzen.
Planungskosten: die kleinste Position mit der größten Hebelwirkung
Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831-1 und hydraulischer Abgleich nach Verfahren B sind ab sechs Wohneinheiten gesetzliche Pflicht (§ 60c GModG, bis Juli 2026 GEG) und in jedem Fall Fördervoraussetzung. Eine eigene Förderung gibt es für diese Planung beim Heizungstausch nicht: Sie zählt nur innerhalb des Wärmepumpenantrags zu den förderfähigen Kosten, zum Satz der Anlage und innerhalb des Kostendeckels. Ist der Deckel durch die Anlage ausgeschöpft, trägt der Eigentümer die Planung voll.
Das Argument für die Planung ist deshalb nicht die Förderung, sondern die Tabelle darüber: Ein Punkt Jahresarbeitszahl kostet in diesem Haus 3.617 Euro im Jahr. Welche Unterlagen dafür vorliegen müssen und was sie enthalten, steht auf der Seite Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich.
Was sollte vor einem Wärmepumpenangebot für ein Mehrfamilienhaus geklärt werden?
Aus den Ergebnissen von LCR290, der aktuellen Gerätetechnik und der üblichen Fachplanung ergibt sich eine sinnvolle Reihenfolge:
1. Bestand erfassen
Gebäudehülle, Verbrauch, Heizflächen, bestehende Vor- und Rücklauftemperaturen, Warmwasser, Zirkulation, Technikflächen, Elektroanschluss und potenzielle Wärmequelle.
2. Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 bestimmen
Nicht nur Gesamtleistung, sondern die einzelnen Räume betrachten. [10, 11]
3. Berechnung plausibilisieren
Verbrauchsdaten, reale Systemtemperaturen und – sofern verfügbar – Messdaten des Bestands einbeziehen.
4. Heizflächen überprüfen
Leistung der vorhandenen Heizkörper bei unterschiedlichen zukünftigen Systemtemperaturen berechnen.
5. Wärmequelle und Aufstellung prüfen
Luft, Erdreich, Grundwasser oder Quellennetz sowie Schall, Platz, Leitungsführung und sicherheitstechnische Randbedingungen.
6. Trinkwarmwasser separat planen
Zentral oder dezentral, Speicher, Frischwasserstationen, Zirkulation und Lastprofile bewerten.
7. Wärmepumpe beziehungsweise Kaskade dimensionieren
Die vorhandene Kesselleistung ist dafür kein geeigneter Ersatzwert.
8. Hydraulischen Abgleich nach Verfahren B erstellen
Raumweise Volumenströme, Heizflächen, Ventile und Verteilnetz berechnen. [12]
9. Erzeugerhydraulik planen
Speicher, hydraulische Trennung, Kaskaden, Pumpen und Mindestvolumenströme bestimmen.
10. Regelstrategie festlegen
Raumheizung, Warmwasserbereitung, Kaskadenstufen, elektrische Zusatzheizung und gegebenenfalls Spitzenlastwärmeerzeuger aufeinander abstimmen.
Erst danach ist die Auswahl eines konkreten Wärmepumpenmodells wirklich belastbar.
Fazit
Die wichtigste Erkenntnis aus LCR290 liegt aus meiner Sicht nicht in einem einzelnen Demonstrator.
Sie liegt im Systemgedanken.
Der Markt bietet inzwischen R290-Wärmepumpen in Leistungs- und Temperaturbereichen, die deutlich mehr Anwendungen in Mehrfamilienhäusern erlauben als noch vor einigen Jahren. [3–9]
Dadurch verschiebt sich jedoch der kritische Punkt der Planung.
Nicht mehr ausschließlich die Frage, ob eine Wärmepumpe genügend Leistung oder Vorlauftemperatur erreichen kann, steht im Vordergrund.
Entscheidend wird zunehmend, ob das gesamte System zusammenpasst:
Heizlast → Heizflächen → Systemtemperatur → Volumenströme → Hydraulik → Trinkwarmwasser → Wärmepumpenleistung → Regelung.
Die Ergebnisse von Fraunhofer ISE zeigen, dass unterschiedliche hydraulische und regelungstechnische Konzepte trotz vergleichbarer Wärmepumpentechnik zu deutlich unterschiedlichen saisonalen Ergebnissen führen können. [1]
Genau deshalb reicht es bei einem Mehrfamilienhaus nicht, ein vorhandenes Heizgerät durch eine Wärmepumpe ähnlicher Nennleistung zu ersetzen.
Die Wärmepumpe ist ein Bauteil. Die eigentliche Ingenieuraufgabe ist das System darum herum.
Häufige Fragen
Braucht eine Wärmepumpe zwingend eine Fußbodenheizung?
Nein. Entscheidend ist nicht die Bauart der Heizfläche, sondern ihre Größe im Verhältnis zur Raumheizlast bei der geplanten Systemtemperatur. Die Feldauswertung des Fraunhofer ISE kommt zu dem Ergebnis, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden können wie Flächenheizungen. Ob ein vorhandener Heizkörper reicht, ergibt sich aus der raumweisen Berechnung – nicht aus dem Baujahr des Hauses.
Ist eine hohe maximale Vorlauftemperatur ein Qualitätsmerkmal?
Nein. Eine hohe erreichbare Vorlauftemperatur beschreibt, was ein Gerät leisten kann – nicht, mit welcher Temperatur es betrieben werden sollte. Jedes Kelvin mehr kostet Effizienz. In der Feldauswertung des Fraunhofer ISE korrelierte die Jahresarbeitszahl mit einer einzigen Größe: den Heizkreistemperaturen. Ein Konzept, das eine hohe Vorlauftemperatur voraussetzt, verschiebt das Problem in die Betriebskosten.
Welche Jahresarbeitszahl ist im Bestand realistisch?
Das Fraunhofer ISE hat im Projekt „WP-QS im Bestand“ 77 Anlagen von Juli 2021 bis Dezember 2024 messtechnisch begleitet. Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel 3,4 bei einer Spannbreite von 2,6 bis 4,9, Sole/Wasser-Anlagen im Mittel 4,3 bei 3,6 bis 5,4. Ein Zusammenhang mit dem Baualter ließ sich nicht feststellen. Die Streuung entsteht überwiegend nicht am Gerät, sondern in Auslegung, Hydraulik und Regelung.
Wann ist eine Kaskade sinnvoll und wann eine einzelne Anlage?
Eine Kaskade wird interessant, wenn die Heizlast über den Modulationsbereich eines einzelnen Geräts hinausgeht oder wenn Teillastbetrieb, Redundanz und Aufstellfläche eine Rolle spielen. Sie ist allerdings kein Selbstläufer: Kaskaden verlangen eine abgestimmte Regelstrategie und eine sauber geplante hydraulische Einbindung. Die Entscheidung folgt aus der raumweisen Heizlast und dem Lastprofil des Gebäudes, nicht aus einer Faustregel je Wohneinheit.
Was ist bei Propan als Kältemittel (R290) zu beachten?
R290 ist thermodynamisch attraktiv und erreicht hohe Vorlauftemperaturen mit gutem Wirkungsgrad. Propan ist jedoch brennbar, weshalb Aufstellort, Abstände, Lüftung und Zugänglichkeit sicherheitstechnisch zu bewerten sind. Im Mehrfamilienhaus betrifft das insbesondere die Aufstellung in Innenräumen, in Schächten und an Fassaden. Diese Prüfung gehört in die Planung, nicht in die Montage.
Was kostet eine Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus?
Eine belastbare Zahl gibt es erst nach raumweiser Heizlast und Heizflächenprüfung, weil Kaskade, Wärmequelle, Heizkörpertausch und Warmwasserkonzept den Preis stärker bewegen als das Gerät. Als Größenordnung dient der Förderrahmen der KfW: 28.000 Euro für die erste, 15.000 Euro für die zweite bis sechste und 8.000 Euro ab der siebten Wohneinheit förderfähige Kosten – bei zwölf Wohneinheiten 151.000 Euro, davon 30 Prozent Zuschuss für Vermieter. Entscheidender als die Investition ist die Jahresarbeitszahl: Ein Punkt Unterschied kostet bei 800 Quadratmetern Wohnfläche rund 3.600 Euro Strom im Jahr.
Quellenverzeichnis
Wissenschaftliche Primärquelle
[1] Nienborg, B.; Bavia Bampi, B.; Huang, M.; Rodenbücher, B.; Rohrer, S.; Uhl, A.; Methler, T.; Fugmann, H.; Oltersdorf, T.; Heeg, M.; Kreutz, M.; Paul, T.; Engelmann, P.; Morawietz, K.; Schnabel, L.: LCR290 – Entwicklung von Wärmepumpenlösungen mit Propan für den Austausch von Gas- und Ölgeräten. Schlussbericht. Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg, 2026. Förderkennzeichen 03EN4046. Projektlaufzeit 01.01.2023–31.12.2025. Besonders relevant: Kap. 2.1 „Referenzszenarien und Anforderungsprofile“, Kap. 2.3 „Sicherheitskonzepte“, Kap. 2.4 „Systemkonzepte“ und Kap. 2.5 „Planungsprozess“.
Fraunhofer-Projektinformation
[2] Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE: Propan-Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser – Fraunhofer ISE entwickelt Lösungskonzepte. Presseinformation zum Abschluss des Projekts LC R290, Freiburg, 28.07.2026.
Herstellerunterlagen – Marktübersicht
[3] Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG: aroTHERM plus – Luft/Wasser-Wärmepumpe mit R290. Technische Produktinformationen, abgerufen August 2026.
[4] Viessmann Climate Solutions SE: Vitocal 250-A PRO – Luft/Wasser-Wärmepumpe für größere Gebäude. Technische Produktinformationen, abgerufen August 2026.
[5] WOLF GmbH: CHA-Monoblock – Luft/Wasser-Wärmepumpe und Kaskadenlösungen für Mehrfamilienhäuser. Technische Produktinformationen, abgerufen August 2026.
[6] Weider Wärmepumpen GmbH: weiTrona air – Produktbroschüre. Ausgabe April 2026.
[7] CTA AG: Aeroheat – R290-Wärmepumpensysteme. Technische Produktinformationen, abgerufen August 2026.
[8] iDM Energiesysteme GmbH: iPUMP N5 – Wärmepumpenlösung für den mehrgeschossigen Wohnbau. Technische Produktinformationen, abgerufen August 2026.
[9] SOLVIS GmbH: SolvisPia – Luft/Wasser-Wärmepumpe mit R290. Technische Produktinformationen, abgerufen August 2026.
Normative und technische Grundlagen
[10] DIN EN 12831-1:2017-09: Energetische Bewertung von Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast – Teil 1: Raumheizlast. Beuth/DIN Media, Berlin.
[11] DIN/TS 12831-1:2020-04: Verfahren zur Berechnung der Raumheizlast – Teil 1: Nationale Ergänzungen zur DIN EN 12831-1. DIN Media, Berlin.
[12] VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e. V.: Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen – Verfahren A und Verfahren B sowie Nachweisformulare. Fachinformationen, Stand 2026.
Wärmepumpenkonzept für ein Mehrfamilienhaus technisch einordnen lassen
Vor einer Geräteauswahl sollten Heizlast, Heizflächen, Systemtemperaturen, Trinkwarmwasser und Hydraulik zusammen geprüft werden.
Ergänzend: Wie sich diese Systemfrage in Feldmessungen niederschlägt – Jahresarbeitszahlen von 2,6 bis 4,9 bei gleicher Technik – und welche drei Unterlagen ein Angebot belastbar machen, steht im Beitrag Was vor der Beauftragung auf dem Tisch liegen muss.
Weiterführend
- Wärmepumpen-Angebot prüfen: die drei Unterlagen – welche drei Unterlagen vor der Beauftragung vorliegen müssen.
- Heizlastberechnung: Warum ein Tabellenwert Ihr Gebäude nicht abbilden kann – warum Tabellenwerte die Heizlast systematisch zu hoch ansetzen.
- Gasetagenheizung im Mehrfamilienhaus: der Kostenvergleich – wann sich die Zentralisierung von Etagenheizungen rechnet.
- Gasetagenheizung ersetzen: Zentralheizung oder Wärmepumpe? – das Heizungskonzept für WEG und Hausverwaltung: drei Varianten, Förderrahmen, Beschlussvorlage.
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